Wir brauchen bewegte Kinder!

Als Arzt sage ich: Jedes Kind sollte täglich eine Stunde Sport treiben. Das hat viele Gründe. Bewegung macht nicht nur Spaß, sie führt erwiesenermaßen auch dazu, dass Kinder Erlerntes langfristig behalten. Vor allem aber ist Sport Gesundheitsvorsorge:

Foto: Alexander Mirsch

Wir haben zurzeit zwar eine Zunahme der Körperkultur – da wird geformt und gesund gegessen, was das Zeug hält; aber zugleich gibt es in Deutschland sage und schreibe 1,8 Millionen übergewichtige Jungen und Mädchen und 800.000, die krankhaft fett sind. Wären wir körperlich aktiver, gäbe es weniger Rücken- und Gelenksleiden, weniger Schlaganfälle und Herzinfarkte, die Gesundheitskosten würden drastisch sinken. Um darauf hinzuwirken, brauchen wir mehr Vorbilder. Kinder hören oft, dass ihnen Sport und Bewegung gut tun, aber sie erleben es zu selten konkret. Daran könnte die Politik etwas ändern, und wir brauchen mehr Kooperationen von Schulen mit den Sportvereinen. Aber wir alle sind auch persönlich gefordert – nicht zuletzt natürlich die Eltern. Wir müssen vorleben, dass uns der eigene Körper und auch das seelische Wohlbefinden wichtig sind.

 

Er ist Arzt, Autor, Aufklärer: Dietrich Grönemeyer, älterer Bruder des Sängers Herbert, leitet seit 1997 das Grönemeyer-Institut für Mikrotherapie (eine von ihm begründete Therapieform) auf dem Campus der Ruhr-Universität Bochum. Über die 2007 gegründete Grönemeyer-Stiftung trägt der dreifache Familienvater seit 2007 Sport und Gesundheit in Schulen, so durch Projekte wie „Unterrichtsstunde Gesundheit“ und „Bewegte Schule“. Der Gastredner und Moderator der TV-Sendung „Dietrich Grönemeyer – Leben ist mehr“ (ZDF) spricht von Medizin und Sport als „Kulturgüter vom ersten Lebenstag eines Menschen an“. So sagte er es 2013 gegenüber „Faktor Sport“, dem Magazin des DOSB (das Interview finden Sie Opens external link in new windowhier)

 
 

Sport für Alle Partner

Sport für Alle Partner