Sport macht Kinder stark – und ihre Beziehung zu den Eltern

Viele Eltern sind heute einem hohen Anforderungsdruck ausgesetzt und zwar unabhängig von Milieu oder Lebensform. In bildungsfernen, armutsgefährdeten Familien und bei Alleinerziehenden ist das Heranwachsen der Kinder allerdings häufiger belastet.

Foto: privat

So entsteht ein erhöhter Bedarf an Information und Unterstützung durch soziale Einrichtungen. Sportvereine bieten dabei – zumal im Verbund mit lokalen Familienakteuren - eine große Chance. Wenn Eltern und Kinder, eingebunden in ein soziales Umfeld, Bewusstsein für und Freude an gesunder Ernährung und körperlicher Aktivität erleben, kann das ihre Lebens- und Beziehungsqualität stärken. Dadurch entwickeln sich auch neue Kontakte und soziale Isolation wird vermieden. Zudem erlangen sie im Austausch mit anderen sportlich aktiven Familien, aber auch durch Teilhabe an Angeboten der Familienbildung vermehrt Kompetenzen, um einer Überforderung durch Zeitdruck und den vielfältigen Anforderungen des Alltags zwischen Familie und Beruf aktiv zu begegnen.

 

Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe ist Professorin für Wirtschaftslehre des Privathaushalts und Familienwissenschaft am Institut für Wirtschaftslehre an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Ihre  Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Geschlechterforschung und Familiensoziologie sowie bei den Haushaltswissenschaften und der Dienstleistungsforschung. Seit Ende 2005 ist Frau Prof. Dr. Meier-Gräwe Vizepräsidentin der Deutschen Liga für das Kind in Familie und Gesellschaft. Außerdem war sie Mitglied in der Sachverständigenkommission zur Erstellung des Siebten Familienberichts und des Ersten Gleichstellungsberichts der Bundsregierung. Im Mai 2013 wurde an ihrem Lehrstuhl ein Kompetenzzentrum zur Professionalisierung und Qualitätssicherung haushaltsnaher Dienstleistungen eingerichtet, finanziert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 
 

Sport für Alle Partner

Sport für Alle Partner