Warum Familiensport alle angeht

Das Potenzial des Sports für integrative und inklusive Prozesse ist noch wenig ausgeschöpft. Und im Familiensport ist dieses Potenzial besonders hoch:

Foto: privat

Familienorientierte Vereine leisten Sozial- und Gesundheitsarbeit in grandioser Form, denn in ihnen finden über- und normalgewichtige Kinder, behinderte und nichtbehinderte Menschen, Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund eine sportliche Heimat, Lebenshilfe und Möglichkeiten, sich im Sport und durch sportliche Aktivität weiter zu entwickeln. Die Perspektiven des organisierten Sports liegen für mich darin, diese Vereine als Multiplikatoren zu nutzen, um das genannte Potenzial Schritt für Schritt zu erschließen. Dazu bedarf es der Unterstützung der Sportverbände, aber auch der Gemeinden oder Städte. In vielen Kommunen gibt es solche Unterstützung. Andernorts aber fehlen personelle und finanzielle Mittel, um in einer stimmigen Zusammenarbeit Maßnahmen zur sportlichen Sozialisation von Familien zu entwickeln und Problemen eines Bewegungsmangels vorzubeugen.

 

Manfred Wegner, geboren 1957, ist Professor für Sportpsychologie und Bewegungswissenschaft an der Kieler Christian-Albrechts-Universität. Der Inhaber einer B-Trainerlizenz im Handball gehört als Experte für das Thema Familie dem Beirat Sportentwicklung im Deutschen Olympischen Sportbund an. Zudem leitet er den Wissenschaftlichen Beirat von Special Olympics Deutschland.

 
 

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