Fitnesstest für die ganze Familie

05.07.2013

Familien standen in Schmölln im Mittelpunkt: Hier machte die Sportabzeichen-Tour am 4. Juli Station.

Tolle Stimmung bei der Sportabzeichentour in Schmölln. Foto: Sebastian Jochum

Spaß und Action waren garantiert in Schmölln. Foto: Sebastian Jochum

Gastgeber war diesmal die thüringische Knopfstadt Schmölln. Mehr als 1.500 Schülerinnen und Schüler waren gekommen, um die Disziplinen des Deutschen Sportabzeichens abzulegen. Viele Kinder hatten dabei gleich ihre Eltern oder Großeltern mitgebracht, denn in Schmölln stand der Familiensport im Fokus.

Unterstützt wurden die Teilnehmer von prominenten Sportlern wie dem ehemaligen Weltklasse-Zehnkämpfer Frank Busemann für kinder+Sport, dem WM-Bronzemedaillengewinner im Stabhochsprung Danny Ecker als Botschafter für die BARMER GEK und Skilanglauf-Olympiasiegerin Claudia Nystad als Vertreterin der Sparkassen-Finanzgruppe. Alle drei Unternehmen gehören zusammen mit Ernsting’s family zu den Nationalen Förderern des Deutschen Sportabzeichens.

Der Landessportbund Thüringen, der DOSB und der KSB Altenburger Land mit seinen vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern hatten einiges auf die Beine gestellt. Beim Promiwettkampf Knöpfe-Rollen war Spaß garantiert. Der Wettbewerb Family-Fit suchte die sportlichste Familie, und beim Pressegespräch mit vielen Ehrengästen war der Familiensport das Schwerpunktthema.

„Wir wollten über das Deutsche Sportabzeichen den Familien den Raum geben, gemeinsam aktiv zu sein“, sagte Peter Gösel, Präsident des Landessportbundes Thüringen. „Denn von einem bewegten Familienleben profitieren alle Generationen. Beim Sport können alle voneinander lernen und sich in Fairness und Respekt üben.“

Petra Tzschoppe vom DOSB Präsidialauschuss Breitensport/Sportentwicklung pflichtete bei: „Das Miteinander in den Familien fördert soziale Kompetenzen, Rücksichtnahme und Verantwortung. Gemeinsame Aktivitäten, etwa mit Spiel, Sport und Bewegung, sorgen für Abwechslung im Alltag, sie bieten Spaß, Spannung und Entspannung gleichermaßen.“

Wege in die Vereine ebnen

Der DOSB widmet sich seit vielen Jahren intensiv der Zielgruppe Familie. Um Familien zu stärken und deren Bedürfnisse zu befriedigen, verfolgt er das Ziel, die Angebote des Sports für Familien weiterzuentwickeln und zu fördern. Hindernisse und Berührungsängste sollen systematisch abgebaut werden, um noch mehr Familien den Weg in Sportvereine zu ebnen. Mit Modellprojekten wie zum Beispiel „Familienfreundlichkeit im Sport“ konnten bereits viele Sportverbände und -vereine für die Zielgruppe Familie sensibilisiert werden.
Petra Tzschoppe machte auch deutlich, dass die Vereine davon profitieren, wenn sie sich mit der Zielgruppe Familie auseinandersetzen. „Es können neue Mitglieder gewonnen und gebunden werden. Kinder bewegen sich mehr und können leichter für ein lebenslanges Sporttreiben begeistert werden, wenn es in der Familie vorgelebt wird. Eltern und Großeltern identifizieren sich mit dem Verein, in dem ihre Kinder sportlich aktiv sind. Das kann auch dazu führen, dass sie selbst wieder aktiv werden oder aber, dass sie sich ehrenamtlich im Verein ihrer Kinder beziehungsweise Enkel engagieren. Die Zielgruppe Familie lohnt sich also für Sportvereine in mehrfacher Hinsicht.“

Seit Anfang dieses Jahres ruft die familienfreundliche Textilkette Ernsting´s family zum Ernsting´s family Familien-Sportabzeichen auf. Jede beim Sportabzeichen erfolgreiche Familie, die sich registriert und sich aus mindestens drei Mitgliedern aus mindestens zwei Generationen zusammensetzt, erhält einen Einkaufsgutschein im Wert von 15 Euro. Schmöllner Familien, die sich am Familien-Wettbewerb Family-Fit beteiligt haben, können sich nun also gleich doppelt belohnen.

Die größte Belohnung für die Familien geht jedoch über Pokale oder ähnliches hinaus: „Sport trägt dazu bei, uns zusammenzuhalten“, berichtet Janet Schnelle, Mutter einer Sportabzeichenfamilie, die sich in Schmölln am Family-Fit-Wettbewerb beteiligt hatte. „Während unter der Woche jeder mit Schule oder Beruf zu tun hat, versuchen wir wenigstens am Wochenende etwas gemeinsam zu unternehmen. Sport macht uns allen Spaß und ist ein guter Ausgleich zur sonstigen Hektik – was gibt es Besseres?“

(Quelle: wirkhaus)


 
 

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